The Spiral of Evolution

Durch den Tod eines lieben Menschen war ich die vergangenen Tage mit der Frage beschäftigt, ob ich meinem Leben genug Sinn gebe.

In diesem Gefühlsnebel habe ich mir einen Filz genommen und ein neues Werk gestickt – in dem Spiralen und Schalen im Vordergrund stehen und mir in ihrer Anordnung das Gefühl geben, eingebunden zu sein im Kosmos.

Im Bild sehe ich diesen Dreiklang: die Schale, die große Spirale, der kleine Kreis darüber – Erde, Mensch und Himmel in einem Raum.

Im Gegensatz zu manchem anderen Mal war es diesmal bewusst die Spirale und nicht ein Kreis – denn der essentielle Teil der Spirale ist ihre Offenheit, mit der sie sich im Raum öffnet, selbst wenn diese Öffnung, wie im Werk, nur minimal ist.

Im Grunde ein Kreis, der sich nie schließt. Es ist komisch – im Alltag benutzen wir das Sprichwort: „Ich drehe mich im Kreis!", wenn wir meinen, in einer Sackgasse aus Wiederholungen festzustecken. Doch im Grunde bewegen wir uns nie in einem geschlossenen Kreis, es ist immer eine Spirale. Selbst wenn wir scheinbar an dieselben emotionalen Grenzen stoßen, ist es kein Stillstand, sondern das Sammeln von Wissen für die nächste Runde.

The Spiral of Evolution⎜( 20 ×20 )

Jede Schleife, die ich bisher in meinem Leben gedreht habe, hat mich letztendlich zu einer neuen Erkenntnis geführt – zu einer Erweiterung meiner Bewusstheit. Eben wie eine Spirale, die sich weiter nach oben dreht – mal breiter und langsam, mal steil und schnell.

Diese Erde trägt mich, sodass ich nicht im luftleeren Raum umherschwebe. Ob ich durch den Wald gehe oder am Boden liege und die Decke anstarre – die Schwerkraft hält mich auf diesem Planeten, damit ich sinnliche Erfahrungen mache und etwas lerne. Die Erde ist mein Fundament, mein Lebensraum – sie ist mein Zuhause, mein Backup, meine tragende Mutter.

Und wenn ich in den Himmel schaue, wird mir mein Eingebundensein in ein viel größeres Feld deutlich – an die Naturkraft des Himmels und des Universums. Dort, wo wir Menschen assoziieren, dass Verstorbene von oben herabschauen, Sterne Götter sind, aber auch Seelen einen Platz gefunden haben – ein Ort, an dem die Seelen der Ahnen leben, bevor sie vielleicht – wer weiß es schon – ein neues Erdenleben wählen.

Und genau hier schließt sich der Bogen. Denn durch unsere Ahnen kommen wir auf diese Erde – wir inkarnieren in ein neues Menschenleben. Wie das Bild, das oft aufgegriffen wird: ein Stern, der vom Himmel fällt und die Inkarnation in ein neues Menschenleben darstellt.

Der Mensch, der sich zwischen Himmel und Erde bewegt, sich sinnlich erfährt und mehr und mehr Bewusstsein über sein Sein erfahren kann, gleicht einer Stimmgabel – um seine Schwingung auszubreiten und in Raum und Zeit in Beziehung zu treten. Mit diesen Gedanken transformiert dieses Werk meine Trauer über den Tod in ein tiefes und wunderschönes Ja zum Leben, das in verschiedenen Nuancen fortwährend mitschwingt und nachklingt.

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Dance of Possibilities

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The Merging of Sun and Moon