Beflügelt oder blockiert dein Raum deine Kreativität?

Als kreativer Mensch kennst du das bestimmt: Es gibt Tage, da fließt die Inspiration wie von selbst – du bist im totalen Flow und begeistert. Und dann gibt es Tage, da fühlst du dich blockiert, unruhig oder erschöpft. Ich habe sogar manchmal Tage, da liege ich am liebsten faul rum oder schaue einen Film nach dem anderen.

In Gesprächen mit anderen höre ich oft, dass es ihnen ähnlich geht – an die große Glocke hängt das allerdings niemand gerne. 🙂 Lieber reden wir darüber, wie fehlerhaft diese Situationen seien und dass wir nicht diszipliniert oder kreativ genug sind.

Doch die Wahrheit liegt meist ganz woanders. Zum einen haben wir unseren eigenen Biorhythmus, zum anderen sind wir alle an kosmische Energien angebunden, die uns unbewusst beeinflussen – egal, ob man daran glaubt oder nicht. Und dann ist da unser Alltag: Du hast schlecht geschlafen, eine bestimmte Situation hängt dir nach, im Beruf herrscht Unklarheit oder das eigene Kind ist krank und bringt deinen geplanten Alltag durcheinander.

Uns geht es nun mal nicht jeden Tag gleich – so ist das Menschsein.

Manchmal hängen wir durch, bis wir wieder den Überblick haben. Aber statt das gelassen hinzunehmen, machen wir uns oft unnötig klein und rauben uns damit mehr Energie – die eventuell schon längst wieder da wäre, würden wir das Ganze nicht ständig infrage stellen.

Hinter all dem steht jedoch noch ein anderer wesentlicher Faktor. Und das ist der Einfluss, den die Gestaltung unserer Umgebung auf die Regulation unseres Nervensystems hat.

Der Raum, in dem wir uns befinden, wirkt sich ebenso auf unser Wohlgefühl aus, zudem beeinflusst er unsere Konzentration und Motivation, ja sogar unsere Atmung sowie Körperspannung. Und er bestimmt mit, ob wir uns sicher genug fühlen, um wir selbst zu sein. Denn unser Nervensystem scannt unsere Umwelt ohne Unterlass auf Sicherheit ab – der eine mehr, der andere weniger.

Foto: Pixabay

Am Arbeitsplatz kann das visuelles Chaos bedeuten, Möbel, die wir nicht mögen, UFOs, die sich stapeln – aber auch Dinge, die man eigentlich sehr mag – senden unbewusste Signale an unser Gehirn und können uns irritieren. Im Grunde ist es ganz einfach. Wenn unsere Umgebung nicht zu unserer persönlichen Art der Wahrnehmung passt, weil Reize uns überfordern, langweilen oder anekeln, gerät unser Nervensystem in Stress. Manchmal mehr, manchmal weniger – wie gesagt, nicht jeder Tag ist gleich. Doch die Folgen sind immer ähnlich: Motivationsverlust, der Fokus bricht weg, Müdigkeit oder der Spaß am Tun verschwinden.

Soft Living im kreativen Alltag bedeutet für mich, Räume so zu gestalten, dass sie uns nähren, anstatt uns Energie zu rauben.

Es geht nicht darum, wie etwas nach unserer Vorstellung vielleicht richtig wäre, sondern um das, was unser Körper braucht, um sich sicher zu fühlen und entspannen zu können.Ich brauche zum Beispiel meine Sofapausen und meinen Kaffee oder heißes Wasser, um im Fluss zu bleiben. Besonders aber brauche ich Materialien, die mich visuell und taktil nicht nervös machen, weil ich sie als unangenehm in mir und auf meiner Haut spüre. Das ist meine ganz persönliche Wahrnehmung als Synästhetin.

Vielleicht rebelliert dein Gehirn gegen geschlossene Schränke, weil Dinge für dich aufhören zu existieren, sobald sie unsichtbar sind, oder du gehst leicht an die Decke, wenn Dinge nicht an ihrem Platz liegen, weil deine Augen und dein Gehirn ständig mit Suchen beschäftigt sind. Was auch immer es bei dir ist: Alles davon ist richtig und wunderbar – wenn du es erst einmal über dich weißt und akzeptierst.

Um deinen eigenen Gewohnheiten und den Bedürfnissen deines Nervensystems mehr und mehr auf die Schliche zu kommen, habe ich den Raumtypen-Test für feinfühlige und kreative Menschen mit 12 Fragen zusammengestellt. Du kannst dir das vollständige PDF hier kostenfrei und direkt herunterladen.

Vielleicht hast du ja Lust, den Test zu machen und mir anschließend per E-Mail oder in den Kommentaren hier Feedback dazu zu geben. Viel Spass damit, Sabine

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Beneath the Waves: Warum dein Körper dein Fundament ist.